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Aus der Stadt zu den Seen

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Die Reise des Alpine geht weiter vorbei an den legendären Seen Italiens.
Eine inspirierende Strecke mit Geheimtipps und wunderbaren Begegnungen. Sie stehen für Dynamik, Eleganz und Fachwissen und machen die Seele und den Ruf der Region aus.

„Seine Form erinnert zwar an die traditionellen Häuser der Region, aber ich habe sie neu interpretiert, damit sie in unsere Zeit passt.“

Jérôme de Meuron

Besuch beim Architekten Jérôme
de Meuron

Dieses Familienanwesen am Ufer des Lago Maggiore ist ein erstaunlicher, in die Vegetation eingebetteter Betonbau. Die minimalistische Fassade und die imposante Eingangstür aus Roheisen versprechen einen Besuch im Zeichen der Modernität.

Besuch beim Architekten Jérôme<br>de Meuron

„Ich arbeite sehr gerne mit natürlichen Materialien wie beispielsweise Holz, da sie mit der Zeit immer schöner werden.“

Jérôme de Meuron

Das geradlinige Design, die Mischung aus unbehandelten Materialien und die geradezu klösterliche Zurückhaltung geben diesem Haus ein einfaches und zugleich skulpturales Wesen. Doch von außen gibt es nicht alle seine Geheimnisse preis: Es ist noch viel überraschender, wenn man das Privileg hat, eintreten zu dürfen. Im Inneren inszenieren Fensterläden, Oberlichter und die große Fensterfront ein interessantes Lichtspiel. Das vom Architekten entworfene Mobiliar wurde maßgeschneidert angefertigt. Somit harmoniert es perfekt mit dem Raum und der Zeitlosigkeit des Hauses. „Ich arbeite sehr gerne mit natürlichen Materialien wie beispielsweise Holz, da sie mit der Zeit werden immer schöner werden“, sagt er.

Zwischenstation bei der Designerin Sofia Lazzeri in Lugano

Die junge Frau entwirft Mobiliar für bedeutende italienische Möbelhäuser, führt Sonderaufträge aus und kreiert Einzelstücke. Wie viele Designer ihrer Generation ist auch Sofia Lazzeri von der Rückkehr zur manuellen Arbeit überzeugt, bei der die Griffe des Handwerkers im Mittelpunkt des Projekts stehen. Dieser Besuch bietet uns die Gelegenheit, die Vasen-Reihe Innesti zu entdecken, die sie zusammen mit der Designerin Alexandra Danton geschaffen hat.

Zwischenstation bei der Designerin Sofia Lazzeri in Lugano

Besonderes Merkmal dieser eleganten und zeitlosen Objekte ist die Vereinigung zweier kontrastierender Werkstoffe: „Ich arbeite viel an den Materialien, ich experimentiere gern und probiere neue Techniken aus“, sagt die Designerin. Sie verbindet Glas und Stoff, stellt kalt und warm, zerbrechlich und robust gegenüber.

„Ein Gegenstand muss nicht nur eine schöne Form haben, sondern auch etwas über unsere Beziehung zur Welt aussagen und Verbindungen schaffen.“

Sofia Lazzeri

Am Ufer des Lago d’Iseo entlang führt uns die Reise weiter zum Weingut „Villa Crespia“ und zu Michela Muratori. Wenn der Besucher den von Weinreben gesäumten Weg zum Anwesen entlangfährt, wird ihm zunächst die Ruhe hier auffallen, bevor er sich dann von der Leidenschaftlichkeit seiner Besitzerin fesseln lässt, die unerschöpflich über die Geschichte ihres Weinguts zu erzählen weiß. Das südlich des Lago d’Iseo in der Region Franciacorta gelegene Weingut „Villa Crespia“ stellt die renommiertesten Perlweine Italiens her, eine feine Mischung aus Chardonnay und Pinot Noir.

„Ein Weinberg muss eine Geschichte erzählen können. Ich mag die Nähe zu den Menschen, an die ich meinen Wein verkaufe. So kann ich ihnen Emotionen vermitteln.“

Michela Muratori

Michela Muratori und ihr Cousin, der gelernter Winzer ist, bewirtschaften dieses 60 ha große Familiengut, das von ihrem Großvater gekauft und dann von ihren Vätern weitergeführt wurde. Sie tritt für den Erhalt der Natur und reinen Geschmack ein, indem sie einen ökologischen Wein ohne Zuckerzusatz produziert. Viele Liebhaber und Genießer nehmen den Weg zum Weingut auf sich, um sich einige Flaschen dieses außergewöhnlichen Perlweins zu sichern.

Dieses Museum in Chiasso ist ein Geheimtipp und ein idealer Ort für einen lehrreichen Exkurs. Im majestätischen, leuchtenden White Cube, der von den italienischen Architekten Durisch und Nolli entworfen wurde, werden die Werke von Max Huber ausgestellt, einem herausragenden Grafikdesigner der 50er und 60er Jahre.

Nachts wird die lichtdurchlässige Fassade angestrahlt. So können die Kunstwerke des Museums bewundert werden, und die Stadt wird wie durch eine Laterne beleuchtet. In dem 2005 eingeweihten Museum im Kulturviertel von Chiasso nahe dem Theater sind sowohl die Archive von Max Huber als auch die Werke weiterer zeitgenössischer

Designer und Fotografen untergebracht. Das Museum will eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der neuen Generation schlagen, um der Öffentlichkeit die Kunst der visuellen Kommunikation näherzubringen.